Vulkane der Galapagos Inseln Die Geologie von Galápagos ist mit den Verhältnissen der Hawaii-Inseln vergleichbar, bei denen ebenfalls ein hot spot für die Entstehung verantwortlich ist.
Der Galapágos hot spot liegt zur Zeit südlich des Cocos-Nazca Spreading Ridge, und man nimmt an, dass auch das sea-floor spreading in komplexem Zusammenhang mit der Bildung der Vulkaninseln steht (Hey 1977).
Das Alter der Vulkaninseln scheint bislang nicht ausreichend geklärt zu sein. Datierungen der Oberflächenlava auf der Insel Española haben ein Alter von 3 bis 3,3 Millionen Jahren ergeben (HALL, Geophysical Institute, National Polytechnical School, Ecuador, 2000). Española gilt als die älteste der Galápagos-Inseln.
Eine einfache altersabhängige lineare Inselkette, wie die Hawaii-Inseln, ist jedoch so im Galápagos-Archipel nicht ausgebildet. Dennoch zeigt sich, dass in südöstlicher Richtung (SSE) die Inseln immer älter werden.
Das Galápagos-Archipel zählt zu den aktivsten vulkanischen Regionen unserer Erde. Nach Angaben von Simkin & Siebert (1994) wurden seit 1800 mehr als 60 Eruptionen in diesem Gebiet beobachtet.
Jüngster größerer Ausbruch ereignete sich am Cerro Azul auf der Insel Isabella am 15.September 1998.
Die Vulkane auf den Galápagos-Inseln gehören zum Typ der Schildvulkane. Die größte Insel Isabella ist ein einziger großer Schildvulkankomplex, der sich aus insgesamt sechs einzelnen Vulkanen aufbaut.
Im Gegensatz zu Stratovulkanen (z.B. Teide/Kanarische Inseln oder Stromboli/Italien) zeichnen sich Schildvulkane durch ein flaches Gipfelplateau (schildförmig) aus. Der berühmte Geologe Hans Cloos (1936) verglich das Aussehen dieses Vulkantyps seinerzeit mit dem "Buckelschild römischer Krieger". Schildvulkane findet man vor allem auch auf Island und Hawaii.
Die Gesteine auf den Inseln sind fast ausschließlich Basalte.
Bei der Erstarrung der Lavaströme bilden sich, abhängig von der Viskosität und dem Gasgehalt, unterschiedliche Oberflächenformen.
Die sogenannte "Seillava oder Stricklava", wie links im Bild zu sehen ist, entsteht bei zähflüssigen Laven. Es sieht so aus, als ob mehrere Seile / Stricke hintereinander aufgereiht wurden.
Solange die "Haut" der Lava noch nicht erstarrt ist, wird diese bei Verzögerung der Fließbewegung in Fließrichtung zusammengedrückt und gefaltet. Die entstandenen Falten werden besonders in der Mitte des Lavastroms weiter mitgeschleppt und bogenförmig gekrümmt (Rittmann, 1981).
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